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Italienische Vulkaninsel – immer noch Geheimtipp für Segler und Taucher

Die Vulkaninsel Ventotene zählt als absoluter Geheimtipp für Segler und Taucher in Italien. Die Insel gehört zu den Pontinischen Inseln, welche im Tyrrhenischen Meer liegen. Derzeit leben noch nicht mal 1000 Einwohner auf dem circa 153 Hektar kleinen Eiland. Die Kirche Santa Candida und die Überbleibsel der antiken Villa di Giulia sind neben den paradiesisch schönen Tauchrevieren sehr empfehlenswert. Der Tourismus stellt bereits seit den 1960er Jahren die Haupteinnahmequelle der Vulkaninsel dar, dennoch gilt sie auch nach über 50Jahren als absoluter Geheimtipp und verspricht einen entspannenden, ruhigen Urlaub. Touristen kommen entweder per Boot oder per Fähre nach Ventotene, internationales Publikum sieht man jedoch selten. Fähren fahren von Anzio, Terracina, Neapel und Formia nach Ventotene. Caremar, Vetor, Snav, Alilauro und Medmar zählen zu den bekannten Fährunternehmen. Die Fahrt von Formia auf die Vulkaninsel dauert nur knapp eine Stunde und kostet pro Person etwa 15Euro, Kinder bezahlen nur den halben Preis.

Sie verfügt über ein umfangreiches Angebot an Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Hotels und Pensionen. Die Hilfsbereitschaft und die Herzlichkeit der Insulaner sind übrigens konkurrenzlos.

Ventotene und ihre Nachbarinsel Santo Stefano stehen seit 1997 unter Naturschutz, auch ihre Gewässer wurden dabei in drei Zonen aufgeteilt. Dies ist unter Anderem der Grund für die facettenreiche Unterwasserwelt, welche insbesondere in Verbindung mit der mediterranen Vegetation, dem glasklaren Wasser und den attraktiven Tauchgründen jedes Jahr viele Taucher anlockt. Die Bereiche im Süden und Westen der Insel gehören zur Zone B, in welcher beim Tauchgang ein Tauchführer der Insel dabei sein muss, zudem sind bestimmte Routen vorgeschrieben. Im Nordosten der Vulkaninsel ist es gestattet, dass Unterwasserparadies auf eigene Faust zu erkunden. Das Beschädigen der Unterwasserflora ist dabei strengstens verboten und wird auch bestraft. Angeln und Unterwasserfischen sind ebenfalls nicht gestattet.

Die Vulkaninsel verfügt zudem über acht graue natur belassene Strände, die täglich zahlreiche Badegäste vom italienischen Festland anziehen. Scirocco, der warme Wüstenwind aus Afrika, lässt außerhalb der Hochsaison die sandigen Strandabschnitte verschwinden und zurück bleiben nur Felsbuchten. Ventotene verfügt über zwei Häfen: die Bucht von Rossano und den Porto Romano. Das Ankern ist nicht überall erlaubt und möglich. Der Besitz der nautischen Karte ist daher sehr hilfreich, außerdem sollte in genügender Distanz zur Küste geankert werden, um Schwimmer zu schützen. Einige Bereiche vor der Insel weisen zudem felsige Untiefen auf.

Die Einreise nach Italien ist für Deutsche entweder mit Personalausweis oder Reisepass denkbar einfach. Ein Urlaub auf der italienischen Vulkaninsel ist insbesondere Tauchern, Seglern und Individualtouristen, die keinen Wert auf Touristenhochburgen legen, zu empfehlen.